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Kuratorium
Gedenkstätte Ernst Thälmann
Hamburg

Das Gebäude der Gedenkstätte

Gedenktafel

Tarpenbekstr. 66 -Ernst-Thälmann-Platz-
20251 Hamburg
Tel. 040-474184 auch Anrufbeantworter
Fax 040-46090323

 

Öffnungszeiten:  Mo. und Mi. 14 bis 18 Uhr, Di.geschl., Do.und Fr. von 10 bis 13 Uhr Sa. 10 bis 14 Uhr Öffnung auch nach vorheriger telefonischer Vereinbarung

 

 

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                              Den  RUNDBRIEF 2018

   hier herunterladen


    

Und den RUNDBBRIEF 2015 / 16

hier herunterladen


                                    oder in der Gedenkstätte abholen     !!!          




Die nächsten Termine:

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Die Mahnwache vor dem Stadthaus
          findet wieder statt

Immer Freitag 17 bis 18 Uhr
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Mitten in Hamburgs Innenstadt befindet sich der ehemalige Sitz
der Ordnungspolizei, der Gestapo, der Kriminal- und Sicher-
heitspolizei und weiterer Polizeidienststellen des 3. Reiches.
Von 1933 bis 1943 war hier für Hamburg und weite Teile Norddeutschlands
die Zentrale des Nazi-Terrors.
Im Jahr 2009 stellte der Senat endlich fest, welch große Bedeutung dieses
Gebäudeensemble an der Stadthausbrücke für die Gedenkstättentopografie
der Stadt hat, und formulierte ausdrücklich die Notwendigkeit, hier „ein
würdiges Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherr-
schaft in Hamburg“ zu etablieren.

Bedauerlicherweise haben die politisch Verantwortlichen beim Verkauf
des Gebäudes jeglichen Gestaltungsanspruch für einen würdigen Gedenk-
ort ohne Not aus der Hand gegeben.

Als der Immobilieninvestor Quantum das Gebäude 2009 erwarb, musste er
sich im Kaufvertrag lediglich dazu verpflichteten einen „Lernort mit
unterschiedlichen Inhalten (Ausstellung, Seminare, Veranstaltungen,
Inszenierungen, Dokumentationen)“ zu realisieren (Drs. 19/4555). Hierfür
war lt. Kaufvertrag eine Ausstellungsfläche von etwa 750 qm vorgesehen.

Wer nun am 2. Mai 2018 zur Stadthausbrücke 8a kommt und die Laden-
fläche betritt, die einst ein Gedenkort an Widerstand und Verfolgung
in Hamburg werden sollte, findet sich in einer Buchhandlung mit ange-
schlossenem Café und einer 70 qm-Gedenkecke wieder.
In dieser Ecke haben 40 Stühle Platz, als Ausstellungsfläche bleiben
13 laufende Meter Wandfläche. Wie hier die verschiedenen Aspekte der
Verfolgung angemessen dargestellt und darüber hinaus ein angemessenes
Gedenken an den Hamburger Widerstand ermöglicht werden soll, bleibt
unvorstellbar.
Trotzdem behaupten sowohl Quantum als auch die Behörde für Kultur
und Medien als Vertreterin der Stadt Hamburg, der Investor habe seine
Verpflichtung aus dem Kaufvertrag – einen würdigen Gedenkort an
Verfolgung und Widerstand zu errichten und zu betreiben – erfüllt.
Mit dieser peinlichen Provinzposse bleibt Hamburg deutlich hinter
anderen Städten zurück: Münster, Nürnberg, Köln, Düsseldorf, München,
Berlin, ... Nach Jahrzehnten des Verdrängens und Beschweigens wurden
dort in den letzten dreißig Jahren in Gebäuden, die ähnlich wie das
Stadthaus in Hamburg, Hauptquartiere des organisierten Nazi-Terrors
waren, moderne und angemessene Dokumentations- und Erinnerungsorte
geschaffen.

In Hamburg entsteht nun in dem Gebäude, wo sich einst Hamburgs
NS-Terror-Zentrale befand, der wohl luxuriöseste Konsumtempel der
Stadt, der unter dem Motto „Hommage an das Leben“ vermarktet wird.

Hier wurden die Hamburger Polizeibataillone aus Hamburg,
Bremen und Lübeck für den Einsatz im Vernichtungskrieg
organisiert und eingesetzt

Hier wurden die Deportationen der Hamburger Jüdinnen
und Juden, Sinti und Roma geplant und vorbereitet
Hier wurden unzählige mutige Menschen, die sich der
Nazi-Herrschaft entgegenstellten, brutal gefoltert
Hier begann der Leidensweg politischer Gegner_innen,
Zeugen Jehovas, Homosexueller und als Asoziale
Stigmatisierter in die Konzentrationslager 

Doch all das taucht in der Quantum-Image-Kampagne auf der Seite
www.stadthoefe.de nach wie vor mit keinem Wort auf. Neben pein-
lichen plattdeutsch-französischen Textpassagen, die das heran-
nahende „Unendliche Plaisir“ ankündigen, finden sich zur Geschichte des
Hauses nur dürre Worte wie: „Die Gebäude sind in den Jahren 1888 bis 1916
als Sitz der Hamburger Verwaltung entstanden - bis zum Sommer 2013
wurden diese von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt genutzt.“
Ein solcher Umgang mit dem historischen Erbe bedeutet eine unerträg-
liche Banalisierung von Terrorherrschaft, Vernichtungskrieg und
Völkermord und eine Verhöhnung der Opfer.
Die Initiative Gedenkort Stadthaus ist empört, dass weder dem von der
Kulturbehörde geladenen „Runden Tisch“ noch der danach erfolgten Be-
rufung eines “Beirats“ die Bereitschaft zugrunde lag, an dem unwürdigen
Konstrukt eines „Dreiklangs aus Buchhandlung, Café und Ausstellung“
noch irgendetwas Substanzielles zu ändern.

Wir bleiben dabei: Hamburg braucht einen zentralen Dokumentations-
und Erinnerungsort an Verfolgung und Widerstand in der zentralen
Stätte des Nazi-Terrors.

Diese Forderung werden wir auch weiterhin an die Stadt, an den
Investor und Projektentwickler Quantum sowie an die inzwischen zu
Mehrheitseigentümern gewordenen Ärztlichen Versorgungswerke von
Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt richten und
erwarten entsprechende Entscheidungen.


 Link  zum  Aufruf  der   Initiative


Zur Online Petion  :   https://weact.campact.de/petitions/fur-einen-angemessenen-gedenkort im Stadthaus

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WICHTIG:

Wir arbeiten in der Gedenkstätte alle ehrenamtlich,

es kann  auf Grund von Krankheit oder Urlaub

zu Problemen mit der Einhaltung der Öffnungszeiten kommen.

Bitte einfach vor dem Besuch  anrufen oder eine Mail schicken !

                                       

       

 Die Dokumentation  

vom 125.Geburtstag  Ernst Thälmanns kann gegen einen Kostenbeitrag von 2 € und Porto bei uns bestellt werden, (Post oder E-Mail),

 oder einfach bei uns in der Gedenkstätte abgeholt werden !

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